BrettspieleRatgeber
Monopoly Regeln: Kaufen, Versteigern, Bauen und Gefängnis
Bei Monopoly ziehen zwei bis sechs Spieler über das Brett, kaufen Straßen, Bahnhöfe und Werke und kassieren Miete. Will niemand ein Feld kaufen, wird es nach der offiziellen Regel versteigert. Wer zuletzt übrig bleibt, wenn alle anderen bankrott sind, gewinnt.

Monopoly ist ein Handelsspiel um Grundstücke für zwei bis sechs Personen ab 8 Jahren [1]. Ihr kauft Straßen, Bahnhöfe und Werke, baut Häuser und Hotels und kassiert Miete, bis alle anderen pleite sind. An vielen Tischen gelten dazu Hausregeln, die mehr Geld ins Spiel bringen oder die Versteigerung weglassen. Hasbro rät in der eigenen Anleitung davon ab, damit die Partien kurz bleiben [1]. Die folgenden Regeln stammen aus der Spielanleitung der klassischen Ausgabe mit der Artikelnummer C1009 [1]. Die Namen der Straßen und die Spielwährung unterscheiden sich je nach Land und Ausgabe. Die Beträge in diesem Text stammen aus der englischsprachigen Anleitung, in deiner deutschen Ausgabe können sie abweichen.
Spielmaterial und Ziel
Zum Spiel gehören das Spielbrett, 8 Spielfiguren, 28 Besitzrechtkarten, 16 Ereigniskarten, 16 Gemeinschaftskarten, 32 Häuser, 12 Hotels, 2 Würfel und ein Satz Spielgeld [1]. Ziel ist es, möglichst viele Grundstücke zu kaufen, denn je mehr dir gehört, desto mehr Miete bekommst du. Wer übrig bleibt, wenn alle anderen bankrott sind, gewinnt [1].
Vorbereitung
Jeder Spieler bekommt 1.500 in Scheinen, der Rest des Geldes bleibt als Bank in der Schachtel [1]. Ein Spieler übernimmt die Bank. Er verwaltet das Geld der Bank, die Häuser, Hotels und Besitzrechtkarten und leitet die Versteigerungen. Er darf mitspielen, muss sein eigenes Geld aber getrennt halten [1]. Ereignis- und Gemeinschaftskarten werden gemischt und verdeckt auf ihre Felder gelegt. Jeder wählt eine Figur und stellt sie auf Los [1]. Die Anleitung schlägt vor, dass eine Person die Regeln laut für alle vorliest [1].
Ein Zug
Alle würfeln mit beiden Würfeln, wer die höchste Zahl hat, beginnt. Danach geht es nach links weiter [1]. In deinem Zug würfelst du mit beiden Würfeln, ziehst deine Figur um die Augensumme vorwärts und führst aus, was auf dem Feld passiert. Bei einem Pasch würfelst du danach noch einmal und hast einen weiteren Zug. Würfelst du dreimal hintereinander einen Pasch, musst du ins Gefängnis [1].

Die Felder
- Los: Wer auf Los landet oder darüber zieht, bekommt 200 von der Bank [1].
- Steuerfelder: Du zahlst der Bank den Betrag, der auf dem Feld steht [1].
- Frei Parken: Hier passiert nichts [1].
- Ereignis und Gemeinschaft: Du ziehst die oberste Karte des passenden Stapels, führst sie sofort aus und legst sie unter den Stapel zurück. Eine Gefängnis-frei-Karte behältst du, bis du sie einsetzt [1].
- Gehen Sie ins Gefängnis: Du stellst deine Figur sofort ins Gefängnis und bekommst kein Geld für Los. Dein Zug ist zu Ende [1].
- Nur zu Besuch: Wer so auf dem Gefängnisfeld landet, stellt seine Figur einfach in den Besucherbereich [1].
Grundstücke kaufen oder versteigern
Landest du auf einer Straße, einem Bahnhof oder einem Werk, das noch niemandem gehört, kaufst du es zum Preis auf dem Feld und nimmst die Besitzrechtkarte. Willst du nicht kaufen, muss die Bank das Grundstück versteigern [1]. Die Bank eröffnet mit 10, jeder darf um mindestens 1 erhöhen, auch die Bank selbst und der Spieler, der das Feld nicht kaufen wollte. Das höchste Gebot gewinnt. Bietet niemand, zahlt auch niemand etwas [1].
Miete
Landest du auf einem Grundstück eines Mitspielers, zahlst du ihm die Miete von der Besitzrechtkarte [1]. Bei Bahnhöfen hängt die Miete davon ab, wie viele Bahnhöfe dem Besitzer gehören. Bei Werken würfelst du noch einmal: Besitzt der Eigentümer ein Werk, zahlst du das Vierfache der Augen, bei beiden Werken das Zehnfache [1].
| Bahnhöfe im Besitz | Miete |
|---|---|
| 1 | 25 |
| 2 | 50 |
| 3 | 100 |
| 4 | 200 |
Der Besitzer muss die Miete verlangen, bevor der nächste Spieler würfelt. Fragt er nicht, musst du nicht zahlen [1]. Sobald jemand eine Farbgruppe vollständig besitzt, steigt die Miete auf jeder Straße dieser Gruppe [1]. Auf der Beispielkarte der Anleitung verdoppelt sie sich von 20 auf 40 [1].
Häuser und Hotels bauen
Häuser kaufst du, sobald dir eine ganze Farbgruppe gehört, und du musst dafür nicht auf deinen Zug warten [1]. Du zahlst den Preis von der Besitzrechtkarte an die Bank. Gebaut wird gleichmäßig: Ein zweites Haus auf einer Straße geht erst, wenn jede Straße der Gruppe ein Haus hat. Mehr als 4 Häuser pro Straße gibt es nicht [1]. Stehen auf allen Straßen einer Gruppe 4 Häuser, kannst du auf ein Hotel umsteigen. Du zahlst den Hotelpreis, gibst die 4 Häuser an die Bank zurück und stellst ein Hotel auf. Mehr als ein Hotel pro Straße ist nicht erlaubt [1]. Ist eine Straße der Gruppe mit einer Hypothek belastet, darfst du in dieser Gruppe nicht bauen [1].

Wie stark die Miete mit dem Bauen steigt, zeigt die Beispielkarte aus der Anleitung für eine Straße zum Preis von 240 [1]:
| Bebauung | Miete |
|---|---|
| unbebaut | 20 |
| ganze Farbgruppe | 40 |
| 1 Haus | 100 |
| 2 Häuser | 300 |
| 3 Häuser | 750 |
| 4 Häuser | 925 |
| Hotel | 1.100 |
Wenn die Häuser knapp werden
Häuser und Hotels sind begrenzt. Wollen mehrere Spieler das letzte Haus oder Hotel, versteigert die Bank es ab 10 [1]. Sind keine Gebäude mehr übrig, kann niemand bauen, bis jemand welche an die Bank zurückverkauft [1]. Mit 32 Häusern im Spiel [1] kann das bei mehreren bebauten Gruppen schnell passieren.
Handeln, Hypotheken und Bankrott
Grundstücke darfst du jederzeit mit anderen Spielern kaufen, verkaufen oder tauschen, gegen Geld, andere Grundstücke oder Gefängnis-frei-Karten. Den Preis legen die Beteiligten fest [1]. Bevor du eine Straße abgibst, musst du alle Gebäude ihrer Farbgruppe an die Bank verkaufen. Gebäude an Mitspieler zu verkaufen ist nicht erlaubt [1].

Geld beschaffen
Häuser verkaufst du zum halben Preis an die Bank, gleichmäßig über die Farbgruppe. Ein Hotel bringt ebenfalls den halben Preis und wird sofort gegen 4 Häuser getauscht [1]. Für eine Hypothek verkaufst du zuerst alle Gebäude der Farbgruppe, drehst die Besitzrechtkarte um und bekommst den Hypothekenwert von der Rückseite. Zurückzahlen kostet den Hypothekenwert plus 10 Prozent [1]. Für ein Grundstück mit Hypothek gibt es keine Miete. Die anderen Straßen der Gruppe bringen aber weiter die höhere Miete für die ganze Farbgruppe [1]. Übernimmt jemand ein belastetes Grundstück, muss er die Hypothek sofort ablösen oder sie behalten und jetzt 10 Prozent des Hypothekenwerts an die Bank zahlen [1].
Bankrott
Kannst du trotz Verkäufen und Hypotheken nicht zahlen, bist du bankrott und scheidest aus [1]. Schuldest du einem Mitspieler Geld, bekommt er deine Gefängnis-frei-Karten und alle deine belasteten Grundstücke. Schuldest du der Bank Geld, gehen deine Grundstücke an die Bank, die Hypotheken erlöschen, und die Bank versteigert alle Grundstücke sofort [1].
Das Gefängnis
Ins Gefängnis kommst du über das Feld "Gehen Sie ins Gefängnis", durch drei Pasche in Folge oder durch eine Karte [1]. Herauskommen kannst du auf drei Wegen [1]:
- Zu Beginn deines nächsten Zuges 50 zahlen und dann normal würfeln und ziehen.
- Eine Gefängnis-frei-Karte einsetzen, auch eine von einem Mitspieler gekaufte, und dann würfeln und ziehen.
- Einen Pasch würfeln. Dafür hast du bis zu drei Züge. Klappt es, ziehst du mit diesem Wurf, und dein Zug ist zu Ende. Klappt es auch beim dritten Mal nicht, zahlst du 50 und ziehst mit dem letzten Wurf.
Auch im Gefängnis darfst du Miete kassieren, bei Versteigerungen bieten, Häuser und Hotels kaufen, Hypotheken aufnehmen und handeln [1].
Hausregeln und was Hasbro dazu sagt
Damit Partien kurz bleiben, empfiehlt Hasbro, ohne Hausregeln zu spielen [1]. Die Anleitung nennt drei Punkte: immer versteigern, wenn jemand ein Feld nicht kaufen will; nie Geld an Mitspieler verleihen und keine Abmachungen treffen, sich gegenseitig keine Miete zu berechnen; nie Geld in die Mitte des Bretts legen, denn auf Frei Parken gibt es keinen Bonus [1].
| Hausregel | Offizielle Regel |
|---|---|
| Geld aus Steuern und Karten sammelt sich auf Frei Parken | Auf Frei Parken passiert nichts [1] |
| Nicht gekaufte Felder bleiben frei | Die Bank muss jedes nicht gekaufte Feld versteigern [1] |
| Wer genau auf Los landet, bekommt mehr | 200 beim Landen und beim Überqueren gleich [1] |
| Im Gefängnis gibt es keine Miete | Miete kassieren ist auch im Gefängnis erlaubt [1] |
Wer trotzdem mit Hausregeln spielt, sollte sie vor der Partie für alle festlegen. Jede Regel, die zusätzliches Geld ins Spiel bringt, macht Bankrotte seltener und die Partie länger.
Woher Monopoly kommt
Das Spiel geht auf "The Landlord's Game" von Elizabeth Magie zurück, die dafür 1904 ein Patent erhielt [2]. Charles Darrow stellte das Spiel ab 1934 in zwei Ausgaben her. Parker Brothers kaufte 1935 die Rechte zur Veröffentlichung, danach stiegen die Verkäufe stark [2]. Im selben Jahr zahlte Parker Brothers Magie 500 Dollar für die Rechte an ihrem Landlord's Game, nannte sie aber nicht als Urheberin und feierte Darrow als Erfinder [2].
Wer ein Spiel mit Handel und weniger Glück sucht, findet die Regeln unter Catan: Spielregeln für das Grundspiel. Ebenfalls mit Würfeln und Gebietskontrolle arbeitet Risiko. Wie oft eine Augensumme fällt und warum manche Felder häufiger getroffen werden, erklärt Wahrscheinlichkeiten beim Würfeln. Für einen ganzen Abend mit mehreren Spielen hilft Spieleabend planen, Geschenkideen stehen unter Geschenke für die ganze Familie.
- Organisation Monopoly: Game Rules (C1009). Hasbro. Stand 2016. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Making Monopoly: A History of the Origins of America's Favorite Board Game. The Strong National Museum of Play (Google Arts and Culture). Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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